bg
Wenn du innerlich nicht hörst, kannst du äußerlich nicht sprechen; wenn du innerlich nicht siehst, kannst du äußerlich nicht sichtbar machen. Franz von Baader

malen und schreiben waren bereits in meiner kinderzeit lieblingsbeschäftigungen. ich hatte das glück, in einem sehr kreativen umfeld aufzuwachsen. inspiration und anregung waren mir schon früh innerhalb des mehrgenerationen-haushaltes die handwerkliche und musikalische ader des grossvaters und die kreativität der mutter, deren modellskizzen mich schon als kleinkind faszinierten. malgründe und farben waren stets verfügbar und regten mich an, meinen eigenen gestalterischen ausdruck zu suchen. 1986 erfolgte meine erste ausstellung. wichtiger als auszustellen war für mich jedoch die kontinuierliche weiterentwicklung meiner gestalterischen prozesse. ich erlernte erst die fotorealistische malerei von der pike auf, bildete mich bei verschiedenen künstlern weiter, feilte an meinem stil und fand dann mehrheitlich autodidaktisch zu jener art des malens, die es mir erlaubte, flächen handwerklich-technisch zu bearbeiten und gleichzeitig stimmungen und gefühle in einer abstrakten form- und farbensprache auszudrücken. dabei legte ich mich nie auf eine einzige richtung fest, sondern erlaubte mir den luxus künstlerischer experimentierfreude. während hektischer jahre im print- und fernsehjournalismus blieb wenig zeit für die auseinandersetzung mit farbe und pinsel. dafür begeisterte mich in meiner täglichen arbeit der ausdruck über sprache und worte, den ich in diversen kolumnen und tv-sendungen pflegen durfte. die berufliche umorientierung von den medien zur medizin (ernährungs- und orthomolekularmedizinische therapeutin) forderte mich ebenso wie der aufbau der eigenen praxis (ostmed.ch). nach einem autounfall im Jahr 2000, fand ich zurück zur malerei, die sich von da an wieder einen wichtigen platz in meinem leben zurückeroberte. 2005 kamen andere formen der kreativen gestaltung dazu, wie die objektarbeit mit beton in verbindung mit blattgold und naturmaterialien, installationen mit plexiglas und draht, das gestalten filigraner objekte aus ton, draht und tierhaaren. beide ausdrucksformen, das malen und gestalten, wie auch das schreiben sind heute feste bestandteile meines alltags. beides ermöglicht mir eine wertvolle auseinandersetzung mit der philosophie des lebens, die mir ohne künstlerische arbeit wohl verwehrt geblieben wäre.


copyright © susan osterwalder | webmaster ehrbarweb.ch